Erzeuger

Cooxupé: unsere Kooperative in Minas Gerais

Der brasilianische Arabica in unserem BROWN SUGAR und im ROAR kommt von Cooxupé, einer Genossenschaft mit Sitz in Guaxupé im Süden von Minas Gerais. Sie wurde 1932 gegründet, vereint heute mehr als 21.000 Mitglieder, die meisten davon Kleinproduzenten aus Familienbetrieben, und liefert Rohkaffee in mehr als 50 Länder.

Für uns heißt das: Bohnen aus einer Region, die für schokoladige, nussige Brasilianer mit wenig Säure steht, in gleichbleibender Qualität, Jahr für Jahr. Auf dieser Seite erklären wir, wer hinter der Kooperative steht, wie der Kaffee zu uns kommt und in welchen Sorten er steckt.

SitzGuaxupéMinas Gerais, Brasilien
Gegründet1932als regionale Kaffeegenossenschaft
Mitgliederüber 21.000überwiegend Familienbetriebe
Herkunft360+ GemeindenSul de Minas, Cerrado, Matas de Minas, Mogiana
AufbereitungPulp Naturalbei unseren Sorten
Bei BUNCA. in2 SortenBROWN SUGAR, ROAR

Wo Cooxupé liegt

Guaxupé liegt im Süden des Bundesstaats Minas Gerais, rund 400 Kilometer nördlich von São Paulo. Die Region Sul de Minas ist eines der größten Arabica-Anbaugebiete der Welt: hügeliges Hochland, ausgeprägte Trocken- und Regenzeit, und eine Kaffeetradition, die älter ist als die Genossenschaft selbst. Cooxupé sammelt den Kaffee ihrer Mitglieder aus vier Regionen: Sul de Minas, Cerrado Mineiro, Matas de Minas und die Média Mogiana im Nachbarstaat São Paulo.

Südamerika mit hervorgehobenem Brasilien und Markierung in Minas Gerais Silhouette Südamerikas in Hellgrau, Brasilien dunkel gefüllt, ein Punkt im Süden von Minas Gerais markiert Guaxupé, den Sitz von Cooxupé.
Guaxupé, Sul de Minas Brasilien ist dunkel hervorgehoben, der Punkt markiert Guaxupé im Süden von Minas Gerais, den Sitz von Cooxupé. Von dort geht der Kaffee über den Hafen Santos nach Europa.

Wer Cooxupé ist

Cooxupé, ausgeschrieben Cooperativa Regional de Cafeicultores em Guaxupé, ist eine Genossenschaft, die 1932 von Kaffeebauern der Region gegründet wurde. Das Prinzip ist bis heute dasselbe: Die Mitglieder bauen an, die Kooperative übernimmt, was ein einzelner Familienbetrieb nicht stemmen kann. Sie lagert und verarbeitet den Rohkaffee, sortiert ihn nach Qualität, vermarktet ihn und exportiert ihn. Dazu kommen Beratung im Anbau, Einkauf von Betriebsmitteln und Schulungen.

Nach eigenen Angaben zählt Cooxupé heute mehr als 21.000 Mitglieder, die meisten davon Kleinproduzenten, die von der Familienlandwirtschaft leben. Der Kaffee kommt aus mehr als 360 Gemeinden, verteilt auf 49 Geschäftseinheiten in Minas Gerais und São Paulo. Branchenmedien führen Cooxupé als größte Kaffeegenossenschaft der Welt und als führenden brasilianischen Exporteur, mit rund 3,6 Millionen Säcken im Jahr 2023. Für die Verarbeitung des Rohkaffees ist das Managementsystem nach ISO 9001 zertifiziert.

Was uns daran wichtig ist: Die Größe bringt Verlässlichkeit. Cooxupé kann ein Geschmacksprofil über Jahre konstant liefern, weil sie aus tausenden Lots auswählen und nach Qualität sortieren kann. Gleichzeitig bleibt das Geld in der Region, weil die Kooperative ihren Mitgliedern gehört und nicht einem Zwischenhändler.

Cooxupé bringt uns seit Jahren die Basis für unseren Alltagsespresso: einen Brasilianer mit vollem Körper, Schokolade und wenig Säure, der jedes Jahr gleich gut ist. BUNCA. Coffee, Rösterei

Wie Cooxupé Nachhaltigkeit angeht

Cooxupé arbeitet mit einem eigenen Standard, dem Protokoll Gerações. Es bewertet die Betriebe der Mitglieder in drei Dimensionen: Umwelt, Soziales und Wirtschaftlichkeit, und wird nach Angaben der Kooperative jährlich überarbeitet und von SCS Global Services, einer unabhängigen Zertifizierungsstelle, überprüft. Der Leitgedanke steht im Namen: Was heute auf den Farmen passiert, soll die nächsten Generationen tragen.

Wir schreiben das bewusst als Beschreibung von Cooxupés Programm, nicht als eigenes Siegel. Unsere Kaffees tragen keine Bio- oder Fairtrade-Zertifizierung, und wir behaupten auch keine. Was wir belegen können, ist die Herkunft: aus welcher Kooperative der Rohkaffee kommt und wie er aufbereitet wurde.

Der Weg der Bohne zu uns

Der Weg der Bohne in fünf Stationen Farm in Minas Gerais, Kooperative Cooxupé in Guaxupé, Hafen Santos, Rösterei in Amsterdam, Cafés und Shop von BUNCA. in Frankfurt. Farm Familienbetrieb, Sul de Minas Cooxupé Lager, Sortierung, Aufbereitung in Guaxupé Hafen Santos Export als Rohkaffee im Jutesack Rösterei eigene Röstung in Amsterdam Frankfurt Cafés, Academy und Onlineshop
Vom Familienbetrieb über die Kooperative und den Hafen in unsere Rösterei und in die Tasse. Die Röstung passiert bei uns, nicht in Brasilien.

Was Pulp Natural bedeutet

Unsere Kaffees von Cooxupé sind Pulp Natural aufbereitet, in Brasilien auch Cereja Descascado genannt. Die Kirsche wird nach der Ernte geschält, das Fruchtfleisch bleibt aber zum Teil an der Bohne und trocknet mit ihr in der Sonne. Das Verfahren liegt zwischen dem gewaschenen Kaffee, der klar und säurebetont wird, und dem Natural, bei dem die ganze Kirsche trocknet und viel Frucht in die Bohne zieht.

Das Ergebnis passt genau zu dem, was wir für den Espresso wollen: Süße und Körper vom Fruchtfleisch, dabei sauber und wenig Säure. Deshalb schmeckt BROWN SUGAR nach Schokolade und Orange, ohne spitz zu werden, und deshalb funktioniert er im Siebträger, im Vollautomaten und sogar in der French Press.

Diese Kaffees kommen von Cooxupé

Zwei unserer Espressoröstungen haben ihre Arabica-Basis bei Cooxupé. BROWN SUGAR ist ein reiner Brasilianer, 100 Prozent Arabica, unser meistverkaufter Kaffee. Im ROAR liefert der Arabica aus Minas Gerais die feine Seite neben 80 Prozent Robusta aus Uganda. Welche Sorte zu deiner Maschine passt, steht in den Ratgebern Siebträger, Vollautomat und French Press.

Quellen

BUNCA. Coffee Eigene Rösterei und Cafés in Frankfurt. Die Angaben zu Cooxupé stammen von der Kooperative selbst und aus Branchenmedien, die Angaben zu unseren Sorten von unseren Produktseiten. Stand: 22.09.2026